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Michael Schmidt | MENSCHEN
Natürlich erinnert sich Michael Schmidt noch heute an die Cup-Regatten, als sei er erst gestern über die Ziellinie geflogen. Die Erfolge von damals inspirieren zu den abgefahrensten Einfällen von heute und den schönsten Yachten von morgen. Wilfried Reiners nutzt die Erinnerungen an Regatta-Siege als Zutaten in seiner Ideenküche. Er managed die Projekte der Zukunft. Es versteht sich, dass einfallsreiche Köpfe ein paar Gewichte an den Schuhen brauchen, um nicht abzuheben. Udo Potthast holt die kreative Speerspitze von HANSE-Yachts gelegentlich auf den harten Boden der Tatsachen zurück. Potthast, ein Mann der Zahlen wie kein zweiter, vertritt im Management der HANSE-Werft das Realitätsprinzip. Das tut manchmal weh, muß aber sein.
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Gregor Bredenbeck | Gregor Bredenbeck unterstützt ihn dabei im hautnahen Kontakt mit den Yachten. Der Produktionsleiter startete als Lehrling bei der Yachtwerft Wedel und kreuzte ein paarmal über den Atlantik. Forschung und Entwicklung leitet in Greifswald Karl Dehler. „Kalle" wurde mit Segelbooten, Yachten und Kunststoffen groß. Dem Weltmeister im 3/4-Tonner stehen junge Designer, Architekten und Ingenieure zur Seite, die alle am Virus Segeln leiden.
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Im Einkauf arbeitet Andreas Bock, auch ein Weltmeister, im Eissegeln. Zudem kennt Bock sich hervorragend mit dem H-Boot aus. Bock sorgt also dafür, daß seine Kollegen Material in die Hände bekommen, zum Beispiel Klaus Häcker, unser „Holzwurm". Klaus kümmert sich um die Holzvorfertigung. Als erfahrener Produktionsleiter in der Möbelindustrie wechselte er kürzlich nach Greifswald. Dadurch erfüllte er sich einen lang gehegten Traum - an der Küste leben und arbeiten.
Holz ist ein wunderschönes Material. Im modernen Yachtbau reicht es allein nicht aus. Zum Glück gibt es auch noch Epoxy, den Baustoff für die Leichtgewichte. Stephan Eigendorf, der auch schon Hitech-Racer baute und als Bootsbaumeister viel von der Welt gesehen hat, leitet heute die Epoxy-Serienfertigung. Dass die in Form kommt, dafür sorgt ein anderer Regattasegler. Moritz Keppler leitet darum die Formbauabteilung, weil er weiß, wie schöne Yachten aussehen müssen, die schnell segeln sollen.
Hinter den HANSE-Yachten steht eine weltweit erfolgreiche Formensprache. Sie kennt viele Dialekte. Die erfindet die Crew von Judel/Vrolijk & Co. Diese Mannschaft legte den Kiel für ihre Erfolge als Design- und Konstruktionsbüro ebenfalls beim Admiral’s Cup in den 70er und 80er Jahren. Yachten wie "Rubin" und "Pinta", "Saudade" und "Innovision" und viele andere gewannen neben anderen Regatten diesen Cup, den One Ton Cup, den Sardinia`s Cup und viele weitere Pokale. Heute zeigt dieses Designteam dem Rest der Welt, wie man klassische Fahrtenyachten und schnelle Regattafahrzeuge baut. Die JVC-Crew spricht auch spanisch, und zwar mit der "Bribón". Die segelt König Juan Carlos. Die Sprache des America’s Cup sprechen die Bremerhavener auch, wie der "Alinghi"-Sieg beweist.
| | Torsten Conradi, Friedrich Judel, Rolf Vrolijk |